Viel (zu viel) zu tun

dieses Gefühl kennst Du vielleicht auch. Jede Menge Aufgaben noch zu erledigen und keine Ahnung wie man das alles schaffen soll. Ist das überhaupt alles in der Zeit machbar?


Kürzlich durfte ich eine Wohnung entrümpeln. Diese Wohnung liegt ca. 250 km von meinem Zuhaus entfernt. Ich wusste schon was mich in etwa erwartete und optimistisch wie ich bin hab ich mal 2,5 Tage dafür eingeplant. Von Dienstag Mittag bis Donnerstag Abend (17:00 Uhr durfte ich fertig sein um noch rechtzeitig wieder für den nächsten Termin zu Hause zu sein). Ich hatte mir vorher schon überlegt, was ich bis wann zu erledigen hatte, damit alles klappt. Bis Mittwoch Abend lag ich gut im Plan.
Für Donnerstag war geplant den Transporter von der Autovermietung zu holen, alles einladen und bei den entsprechenden Entsorgungsstellen abzugeben. 16:00 Uhr Transporter wieder zurück bringen und 17:00 Uhr abfahrt nach hause. Bis Mittag wollte ich – so der Plan – schon alles in den Transporter geladen haben…..um 13:00 Uhr war ich immer noch nicht fertig und langsam bekam ich Stress. „Wie sollte ich das alles rechtzeitig schaffen?“ Vor meinem geistigen Auge tauchte ein riesiger Berg auf, der sehr unspezifisch alles das repräsentierte was noch zu tun war. Das verstärkte meinen Stress deutlich. Der Berg war echt groß und ich schon ziemlich erschöpft. Gedanklich sah ich schon wie ich nicht fertig wurde, und die Handwerker sauer auf mich waren, weil sie nicht mit ihrer Arbeit anfangen konnten, da die Wohnung immer noch voll war. Diese Vorstellung trug auch nicht wirklich dazu bei meinen gefühlten Stress zu reduzieren.


Nimm Dir Zeit, auch wenn Du glaubst keine zu haben.

An diesem Punkt hielt ich kurz inne. Auch wenn es paradox erscheint, ist es oft wirklich sinnvoll sich Zeit zu nehmen, wenn man glaubt keine zu haben.
Mangels eines Sitzmöbels setzte ich mich also im Wohnzimmer auf den Boden und stellte mir zuerst die Frage: „Was passiert schlimmsten falls, wenn ich nicht fertig werde?“
Antwort: „Ich muss nochmal her und den Rest wegfahren. Da ist noch genug Zeit, bevor die Handwerker anfangen. Und wenn ich heute nur die ganzen sperrigen Teile wegschaffe, brauch ich nicht mal mehr nen Transporter“
Das war schon mal beruhigend. Die Welt geht also nicht unter 😉


Die Welt dreht sich weiter

Deutlich beruhigt, auch wegen der Gewissheit, dass die Welt sich weiter drehen wird, erlaubte ich mir nun mich in aller Ruhe in der Wohnung umzuschauen und diesen fiktiven, unspezifischen Berg an Arbeit den Schrecken zu nehmen. „Was genau steht eigentlich noch an?“
Als ich mich also so umsah, stellte ich fest, dass da gar nicht mehr so viel da war. Auf den Ersten Blick sah es noch viel aus, aber bei genauerer Betrachtung…..noch ne gute halbe Stunde, dann ist der Transporter fertig beladen. Der Teil ist also bei weitem nicht mehr so aufwändig wie ich dachte.
Jetzt war dann noch das Abladen. Ich wusste schon wo ich hin musste und wie das Abläuft und kam zu dem Schluss, dass genug Zeit ist um mir auf dem Weg zur Autovermietung noch was zum Essen zu holen.
In aller Ruhe ging ich also wieder an die Arbeit, in aller Ruhe erledigte ich eins nach dem Anderen, und um punkt 17:00 Uhr saß ich im Auto und fuhr los Richtung Heimat.


nur wegen meiner Gedanken

Der ganze Stress war also nur wegen meiner Gedanken, nicht wegen der Situation. Ich hatte kein klares Bild von dem was wirklich noch zu tun ist und mahlte mir noch dazu die schlimmsten Horror-Szenarien aus. Kein Wunder, dass da Stress aufgekommen ist.
Was kann man also ganz allgemein gesprochen tun wenn man gefühlt Viel zu viel zu tun hat und Stress aufkommt?


  • Nimm Dir kurz Zeit und atme ein paar mal tief durch um zur Ruhe zu kommen
  • Überlege Dir, ob wirklich die Welt untergeht falls was liegen bleibt.
  • Werde Dir bewusst, was genau es ist, was noch zu tun ist
  • Schätze ab, wie lange (oder kurz) Du noch dafür brauchen wirst.
  • Falls die Zeit reicht, Super! Falls nicht, priorisiere die Aufgaben und mache Dir einen Plan B, wie Du den Rest evtl. später erledigen kannst. Vielleicht gibt es auch jemanden, der Dir helfen kann.
  • Atme ein paar mal tief durch
  • Und jetzt das wichtigste: Mach weiter! Geh es wieder an, und zwar in aller Ruhe, ohne Hektik. Eins nach dem Anderen, auf das konzentriert was Du gerade tust. Damit vermeidest Du unnötige Fehler und wirst erstaunt sein, wie gut Du voran kommst.
Ich hoffe dieser Artikel hilft Dir, falls Du mal wieder so ein Gefühl von „Viel zu viel zu tun“ haben solltest. Diese 7 Schritte garantieren zwar nicht, dass man alles schafft, aber sie helfen sie Dir dabei wieder zur Ruhe zu kommen, das maximale rauszuholen und am Ende das best mögliche Ergebnis zu erreichen.


Dein Alex

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